Phantanimal auf der Leipziger Buchmesse


17.03.2015 Buchmesse Leipzig - kleine Nachlese

Bei der Hinreise gab es von Anfang an ein klitzekleines Problem: Ich bin mit der Deutschen Bahn gefahren. Sie ist ihrem Ruf gerecht geworden. Bereits in Saarbrücken hatte mein Zug 15 Minuten Verspätung, die er auch nicht mehr aufholte, sondern auf satte 20 Minuten vergrößerte, bis wir in Frankfurt einfuhren - und mein Anschlusszug gerade ausfuhr. Insgesamt bin ich anderthalb Stunden später angekommen als geplant. Damit waren mein und Heikes Vorhaben, noch auf die Messe zu fahren, ad acta gelegt. Es lohnte sich einfach nicht mehr. Dank guter öffentlicher Verkehrsmittel in Leipzig sind wir aber gut zum Hotel gelangt und am Abend auch wieder in die Leipziger City, wo wir mit einigen Autorinnen - DeLiAs - zum Abendessen verabredet waren. Das klappte super, die Runde war super, das Essen ebenfalls. Was DeLiAs sind? Mitglieder der Vereinigung deutschsprachiger Liebesromanautorinnen und -autoren.

An meinem ersten Buchmessetag, dem Freitag, besuchte ich erst mal den Gemeinschaftsstand der saarländischen Verleger, und begrüßte Ulrich Burger und seine Frau Kristin. Im UBV ist mein neuestes Buch, "Phantanimal. Die Suche nach dem Magischen Buch" erschienen. Ein wunderbares Gefühl, das eigene Buch auf der Messe in Händen zu halten.

Ich war mehrmals am Stand anzutreffen, um Autogramme oder Bücher zu signieren. Viele Kollegen und Kolleginnen ließen sich blicken, aber auch Bloggerinnen, Leseforumsuserinnen. Mit ihnen allen habe ich mich sehr nett unterhalten, und ein paar Beweisfotos haben wir auch gemacht. Auch die Gespräche mit den Verlegern und dem Kultusminister sowie seinem Referatsleiter, die am Stand anwesend waren, waren sehr interessant.



Zwei Bloggerinnen: Helga Buß und Simone Kühlewind (v.l.)

Von 17:00 bis 18:00 hatten wir am Stand die "Blaue Stunde". Es gab für alle BesucherInnen ein Glas Wein und etwas zu knabbern ... und ich unterhielt mich sehr angeregt mit einem Ehepaar, das sich erst im Lauf des Gesprächs als die Gründer der Saarländischen Buchhandelskette "Bock & Seip" herausstellte. Im Bock & Seip an der Saar-Uni habe ich bereits in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern die meisten meiner Fachbücher gekauft.
Am Abend haben Heike Schulz und ich in unserem Hotel gegessen und waren überrascht von der hervorragenden Küche, die wir hinter dem eher kleinen Hotel gar nicht vermutet hätten.

Dann kam der Samstag und mit ihm der Saarländische Abend im LOFFT-Theater. Aber am Messetag gab es vorher wieder einige sehr schöne Begegnungen, unter anderem mit Simone Kühlewind und Helga Buß, die ich aus dem Leserforum "Netha's Schmökerkiste" kenne, und mit Rebecca Feist, die einen Buchblog betreibt. Leider kann ich nicht alle Fotos hier hochladen (der Server erkennt das Format nicht), aber wenigstens das eine oder andere sollen Sie sehen.

Selfie mit Rebecca Feist

Das LOFFT-Theater bot am Samstagabend die ideale Kulisse, um die saarländischen Verleger und ihre AutorInnen zu präsentieren. Vier AutorInnen lasen je zehn Minuten aus ihren Romanen. Moderiert wurde der Abend von Barbara Renno vom Saarländischen Rundfunk. Ulrich Commerçon, der Kultusminister, hielt eine kurze Begrüßungsrede, und zwischendurch gab es wunderbare Musik von der Band "Spanish Mood". Die Verleger wurden außerdem zum Kurzinterview gebeten. Ein herrlich abwechslungsreicher Abend, der anschaulich zeigte, welch unterschiedliche AutorInnen das Saarland zu bieten hat. Die Lesenden: Klaas Huizing, Isabella Archan, Klaus Brabänder und ich selbst.





Barbara Renno interviewt mich vor meinem Lesungsbeitrag.






Phantanimal trifft auf ein anderes magisches Wesen und kann sich zunächst nicht erklären, wer oder was das ist.

Am Sonntag, dem letzten Messetag, stand dann meine Buchpremiere aus Phantanimal auf dem Programm. Auch dieser Tag war eingerahmt von vielen interessanten, inspirierenden und manchmal nachdenklich stimmenden Gesprächen. Die Lesung verlief wunderbar, viele Kinder hörten gespannt zu und ließen sich von Phantanimal und dem Menschenjungen Felix verzaubern. Danach gab es natürlich eine Signierstunde. Überraschend: Meine liebe Schreibschwester Heike Schulz übernahm kurzerhand die Anmoderation, sodass ich mich nicht selbst den ZuhörerInnen vorstellen musste. Danke, Heike!

Große Namen vor und nach mir.






Improvisieren muss man auch mal: Das Headset funktionierte nicht, also musste ich im Sitzen und mit Standmikro lesen. Schauspielern geht da kaum noch, hat aber nichts gemacht. Die Kinder waren ein großartiges Publikum.







Für wen soll ich signieren?

Messe-Selfie mit meiner Moderatorin und Schreibschwester Heike Schulz

Und nach der Lesung nochmals ganz entspannt im Stand. Im Vordergrund: Mein Verleger Ulrich Burger, hinten Kristin Burger und ich (mit "Badezimmer-Frisur", weil es mir einfach zu heiß wurde in den Messehallen).

Das waren vollgestopfte, spannende und interessante Tage. Ich bin meinem Verlag und dem Saarländischen Kultusministerium sehr dankbar für die Möglichkeit, in Leipzig gleich zweimal gelesen und damit auch das Saarland repräsentiert zu haben. Gerne immer wieder!

Nächster wichtiger Termin: Die HomBuch 2015 im Saalbau in Homburg. Dort lese ich aus "Meine Schwiegereltern, das Chaos und die Liebe" und - natürlich - aus "Phantanimal. Die Suche nach dem Magischen Buch".